Projekt "Gewaltfrei Lernen"
Im Schuljahr 2012/ 2013 haben wir an der Sternenschule mit dem Projekt "Gewaltfrei Lernen" begonnen. Nach einer Fortbildung des gesamten Kollegiums in den Sommerferien wurden nach den Herbstferien alle Klassen in jeweils 3 Modulen geschult. Auch die Eltern wurden zu einem Elternabend eingeladen und ausreichend informiert. Finanziell ermöglicht wurde das Projekt durch unseren Förderverein und eine Spende des Rotary Clubs Troisdorf. Vielen Dank dafür!
Wir streben ein einheitliches Konzept zum Umgang miteinander in Konfliktsituationen an. Das Projekt "Gewaltfrei Lernen" soll uns bei der Umsetzung dieses Konzepts unterstützen.  "Gewaltfrei Lernen macht Kinder und Jugendliche für die gemeinschaftliche Arbeit in der Klasse und das Lösen von Konflikten wortstark und handlungsfähig! Das evaluierte Programm verbindet erlebnisreiche Partnerspiele für Soziales Lernen mit einer Konfliktschulung gegen Ausgrenzung, Gewalt und Mobbing. Es nutzt Bewegung intensiv und vielfältig für ganzheitliches Erleben und Lernen. Unser Ziel ist es, die Sicherheit, die Gesundheit und hervorragende Bildungsvoraussetzungen für Kinder, Jugendliche und Lehrer zu fördern! " (Zitat entnommen der Homepage www.gewaltfreilernen.de

Nachschulung im September 2018                                         Nachschulung im September 2016

Nachschulung im Frühjahr 2015                                           Förderpreis "Starke Kids Netzwerk"

Das Konzept besteht aus mehreren Bausteinen, die wir in aufeinanderfolgenden Lehrerkonferenzen einheitlich abgestimmt haben. Im Vorfeld wurden die Bausteine in allen Klassen vorgestellt und besprochen und im Anschluss in einer Klassensprecherkonferenz diskutiert. 

Das Gesamtkonzept wurde am 11.01.2013 in einer Vollversammlung von allen Kindern und Lehrerinnen angenommen und gilt ab sofort als grundlegend für unseren Umgang mit Konflikten.

Verhaltensregeln für die Kinder:

- Stopp-Regel in drei Schritten bei kleinem Ärger:
1. „Hör auf, ich möchte das nicht.“
2. Hör auf damit, sonst sage ich es der Aufsicht.“
3. „Ich habe es dir schon zweimal gesagt, jetzt hole ich die Aufsicht“

- Hilfe holen bei Brutalität:
Wenn dich einer schlägt, würgt oder dir mit Absicht sehr weh tut holst du sofort die Aufsicht oder bittest jemanden, die Aufsicht zu holen.

- drei Möglichkeiten des Helfens:
liebe Mauer, Hilfe holen, dem Kind aufhelfen

- Umgang mit Beleidigungen:
Elefantenhaut, Stoppregel in drei Schritten

- Partnerwechsel:
Wenn wir Partnerarbeit machen sagst du zum ersten Kind das dich fragt Ja, denn es ist schön wenn man gefragt wird.

Verhaltensregeln für die Lehrerinnen:

- bei kleinem Ärger (das Kind hat vorher selber zweimal Stopp gesagt)
1. Auf Wiedergutmachung setzen oder
2. Eine Lösung finden lassen oder
3. Die Kinder trennen, wenn die Wut zu groß ist

- bei Brutalität (Wenn dich einer schlägt, würgt oder dir mit Absicht sehr weh tut)
1. Kinder trennen, sofortiges Spielverbot (für den Rest der Pause oder für ein Spiel im Klassenverband)
2. Eintrag in das rote Buch von der aufsichtsführenden Lehrkraft (spätestens beim dritten Eintrag informiert die Klassenlehrerin die Eltern des Kindes; spätestens bei sechsten Eintrag erfolgt ein persönliches Gespräch mit den Eltern)
3. Aussprache durch die Lehrkraft oder die Klassenlehrerin (direkt oder später mit Finden einer Lösung oder Wiedergutmachung)

 

 

Konzeptionelle Absprachen:

- Jede aufsichtführende Lehrkraft notiert Brutalitäten so schnell wie möglich im roten Buch.

- Jede Klasse sammelt Ideen für Wiedergutmachungen und hängt sie sichtbar aus.

- In jeder Klasse hängt eine Visualisierung der Stoppregel in drei Schritten.

- Im Foyer gibt es eine „Gewaltfrei Lernen“-Wand, auf der die Absprachen festgehalten sind.

- Im Fenster des Bühnenraums hängen für alle Kinder sichtbar die für die Pause wichtigen Absprachen und Hilfen.

- In jedem Team gibt es einen Ansprechpartner für das Projekt, der die Übungen kennt und als Wächter auf die Kontinuität achtet. Monatlich wird in jeder Klasse eine der Konfliktübungen durchgeführt, an die die Ansprechpartner erinnern.

- Es gibt eine Spielekartei, in der alle Konflikt- und Partnerübungen des Projekts zusammengestellt sind. Diese soll jede Lehrkraft als Ideenpool für den täglichen Gebrauch nutzen.
Die Stopp-Regel

In der Schule gibt es eine neue Stopp-Regel, die Streit verhindert. Und es klappt schon gut.
Ich hatte zum Beispiel mal einen Streit mit einem Freund und die Stopp-Regel hat mir dabei geholfen:
Erst sagt man „Stopp, ich will das nicht“.
Wenn der andere dann immer noch nicht aufhört, sagt man „Hör damit auf, oder ich gehe zur Aufsicht“.
Und wenn er dann immer noch weitermacht, dann geht man es sagen.
Viele Kinder haben mit der Stopp-Regel ihren Streit gelöst. Ich finde sie sinnvoll.

(Joel)